
Neugestaltung unserer Aula
14. Oktober 2024
“Klimawandel – uns doch egal?!”
12. November 2024Foreigners Everywhere – Stranieri Ovunque – Fremde überall
17. – 18.10.2024
Schüler*innen des KUNST-Zweigs (7. und 8. Klassen)
Im komfortablen Reisebus konnten wir uns auf der Reise nach Punta Sabbioni entspannen, um dann, mit großen Augen, im Privatboot Venedig anzusteuern und dabei Meeresluft und das Flair dieser großartigen Kulturstadt zu genießen.
Über sechs Brücken führte uns der Weg in die Giardini der Biennale di Venezia, wo das Thema „Foreigners Everywhere – Stranieri Ovunque”, also „Fremde überall“, im Mittelpunkt stand. Der Kurator Adriano Pedrosa stellte das Thema der Fremde, der Migration sowie Fragen nationaler Identität und kultureller Diversität in den Mittelpunkt und bevorzugte Künstler*innen, welche selbst Erfahrungen mit Flucht oder Migration haben. (Vgl.: https://www.labiennale.at/)
In den Pavillons eröffnete sich zeitgenössische Kunst auf vielfältigste Art und Weise. Wir bewunderten analoge und digitale Rauminstallationen, Skulpturen, Plastiken und Malerei sowie Fotografien, welche mit Blick nach vorne und zurück auf die Jetztzeit verweisen, und ließen uns von Rauminstallationen wie beispielsweise der Inszenierung einer Unterwasserwelt und auch Soundinstallationen beeindrucken. Die verschiedenen Raumerlebnisse ließen uns zeitgenössische Kunst hautnah erfahren. Viele Pavillons waren absolute Highlights.
Der Krieg war auch spürbar, denn der israelische Pavillon war geschlossen und von der italienischen Polizei bewacht, Russland hatte seinen Pavillon Bolivien überlassen.
Im österreichischen Pavillon zeigte Jelena Jermolaewa mehrere Werke, die zum einen an ihre Erinnerungen an die Flucht aus der Sowjetunion anknüpfen und zum anderen gesellschaftskritische Zeichen setzen. „Rehearsal for Swan Lake”, eine Videoinstallation, bezieht sich auf Jermolaewas Erinnerungen an ihre Jugend in der Sowjetunion. Bei Wechsel des Staatsoberhauptes wurde im Fernsehen für mehrere Tage Tschaikowskys Ballett Schwanensee ausgestrahlt, weshalb „Schwanensee” ein Codewort für Machtwechsel war. Mit der Videoinstallation „Rehearsal for Swan Lake” bereiten sich ukrainische Balletttänzerinnen auf den Regimewechsel in Russland vor. An manchen Tagen war eine Balletttänzerin live vor Ort. (Vgl.: https://www.labiennale.org/en/art/2024/austria)
Der deutsche Pavillon verwirrte zuallererst mit seinem zugeschütteten Portal, doch sobald der Nebeneingang gefunden war, eröffneten sich mehrere Raumerlebnisse. Der Abflug ins All im Spaceshuttle zeigte den Blick in die Zukunft und der Anblick einer veralteten, völlig verstaubten Wohnung schaute zurück in die Vergangenheit. Sechs Künstler*innen bespielten den Pavillon zum Thema „Thresholds” (Schwelle).
Um 17 Uhr wurden wir mit dem Boot abgeholt und begaben uns mit dem Bus nach Jesolo in ein Hotel, wo wir gemeinsam unser Abendessen genossen. Eine ruhige Nacht blieb uns verwehrt, da aufgrund einer anderen Schülergruppe ein Feueralarm ausgelöst wurde. Nach der Entwarnung durften wir wieder in die Zimmer zurück.
Frühmorgens bedienten wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet, um gestärkt in den zweiten Teil der Biennale-Exkursion, die Arsenale zu starten. Am Boot entdeckten wir, dass wegen der Scirocco-Winde das Flutschutzsystem „Mose” aktiviert worden war, welches Venedig vor Hochwasser schützen soll.
Am Gelände der Arsenale wurden wir im Eingangsbereich von einem Astronauten im Ethnoanzug mit Alltagsschrott quasi „begrüßt” und es erwarteten uns viele weitere großartige Kunstwerke.
Mit vielen Eindrücken nahmen wir Abschied von der „Königin der Adria”, auch „Serenissima” genannt, und begaben uns auf die Heimreise.













