
Französisches Theater
2. Januar 2024
Sport light
8. Januar 2024Mit dem Ansinnen, uns selbst ein Bild von der Justiz zu machen, fuhren wir, die 7A in Begleitung von Frau Professor Aitenbichler und Herrn Professor Pichler, am 30.11.2023 nach Klagenfurt, um im Landesgericht einem Mordprozess beizuwohnen. Vorher stapften wir mit tendenziell eher gehemmter Begeisterung durch das eiskalte Klagenfurt, wobei manch sehnsüchtiger Blick auf die City Arkaden geworfen wurde. Doch schon am Eingang des Justizgebäudes bekamen wir einen ersten Vorgeschmack auf den Ernst des Lebens, als wir allesamt mit Metalldetektoren auf Spuren von Waffen durchleuchtet wurden. Nach einem hektischen Klogang und der darauffolgenden Platzsuche im Saal unsererseits betraten die Richterin und ihre zwei Beirichter den Richtersitz. Nach anfänglichen Diskussionen darüber, in welcher Sprache der Angeklagte reden wollte, begann der Prozess. Am Ende dieses Tages konnte kein Urteil gefällt werden und die Verhandlung wurde vertagt.
Die Richterin selbst kam zwei Wochen später zu uns in die Schule zur Nachbesprechung der Exkursion. Was eher sehr verschlafen und zögerlich begann, entwickelte sich bald zu einer spannenden Fragerunde. Eineinhalb Stunden und einen großen Applaus später versprach die Richterin, uns über das Urteil zu informieren, sobald es feststände.
Mir und meiner Klasse hat die Exkursion sehr gefallen, und auch am darauffolgenden Tag wurde noch heftig über die Verhandlung diskutiert. Allem Anschein nach sind Gerichtsszenen in Kriminalfilmen gar nicht so weit von der Realität entfernt. Und auch so kann man einen Mordprozess beschreiben: Ein Kinofilm für die ganze Familie.
Paul Penker, 7A


