
ESF-Förderangebot
1. Juli 2022
Kunstwerk des Monats Mai
2. Juli 2022Spannende Aufgaben und viel Spaß beim Experimentieren und Forschen
Im Freigegenstand Naturwissenschaftliches Labor geht es darum, naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden kennenzulernen und zu üben. Für verschiedene Problemstellungen werden Lösungsansätze erarbeitet, Experimente erstellt und Ergebnisse präsentiert. Im heurigen Schuljahr haben sich Schüler*innen der Klassen 5C, 6C und 7C den oft kniffeligen Aufgaben aus Biologie, Physik und Chemie gestellt.
Angefangen hat alles mit einem Tatort: Als die Schüler*innen zu Beginn des Schuljahres den Physiksaal betraten, mussten sie feststellen, dass ein Teil des Raumes abgesperrt war. Stühle lagen kreuz und quer, Gegenstände waren am Boden verstreut, Fußabdrücke konnte man erkennen. Die Schüler*innen schlüpften in die Rolle von Forensikern. Es galt Fingerabdrücke sicherzustellen, Haare zu analysieren und zu überprüfen, aus welchem Winkel und von welcher Höhe die Blutspritzer am Boden entstanden sein könnten. Als alle Untersuchungsergebnisse vorlagen, wurde natürlich der nachgestellte Tatort fein säuberlich aufgeräumt.
Im Labor beschäftigten sich die Schüler*innen auch mit den Möglichkeiten des Auftrennens von festen und flüssigen Stoffen. Eine Methode ist die Chromatographie. Sozusagen als Einstimmung wurde die schwarze Farbe eines Filzstiftes in seine Bestandteile aufgetrennt. Je nach Marke bestehen schwarzen Filzstifte aus Magenta-, Braun-, Türkis-, Blau- oder Grüntönen. Schließlich haben die Laborantinnen und Laboranten durch die Chromatographie herausgefunden, dass das Chlorophyll nicht nur aus grünen, sondern auch aus gelben Farbstoffen besteht.
Licht, CO2 und Temperatur zählen zu den Faktoren, die die Fotosynthese bestimmen. In aufwändigen Experimenten mit speziellen Gerätschaften wurde die Bedeutung dieser Faktoren für die Bildung des Sauerstoffs untersucht.
Eine weitere besondere Aufgabenstellung war es, die Leitfähigkeit von Feststoffen und Flüssigkeiten zu überprüfen. Anschließend wurden Stromkreise in Parallel- und Serienschaltung gebaut, Stromstärken und Widerstände wurden gemessen.
Mit dem Phänomen des Auftriebes beschäftigen sich die Laborantinnen und Laboranten längere Zeit. Um herauszufinden wovon der Auftrieb abhängt, bauten sie Versuchsreihen auf und drehten dazu Erklärvideos.
Besonders beliebt bei den meisten Schüler*innen ist es, Organe zu sezieren. Schweinsnieren, Rinderaugen und Rinderherzen eignen sich für solche Übungen besonders gut. Im heurigen Jahr studierten die Schüler*innen beim Sezieren eines Hühnerbeins den Bau und die Funktion von Kniegelenken. Zu einem anderen Termin sezierten sie Fische und erforschten die Anatomie von Kiemen, Nieren, Schwimmblase und Verdauungstrakt.
Im Frühjahr findet das Naturwissenschaftliche Labor häufig im Freien statt. Bei einer Freilandexkursion wurde die Bedeutung von Bodenorganismen für die Humusbildung untersucht. In kürzester Zeit hat die Gruppe im Laubstreu viele verschiedene Bodentiere gefunden, die sie durch das Mikroskop betrachteten. Durch eine Berlese-Apparatur kann man sehr kleine Bodentiere wie Springschwänze oder Milben entdecken. Diese Apparatur wurde im Labor aufgestellt und mit Komposterde gefüllt. Verglichen mit einem Ackerboden sind in der frischen Komposterde sehr viel mehr Tiere zu finden.
Mag. Angelika Staats




















