Zombiefilmprojekt - 06. bis 10.02.2017

 "Accident - the end of ordinary life"

Ein Schüler kommt nach einem Arztbesuch verspätet in die Schule. Abgelenkt durch sein Handy bemerkt er viel zu spät, dass dort eine Zombieapokalypse ausgebrochen ist. Zusammen mit einer kleinen Gruppe Überlebender versucht er dem Grauen zu entfliehen.

Unter Anleitung von Marie Marinelli (Studentin der Theater-, Film- und Medientheorien) drehte die 7B-Klasse in der Woche vor den Semesterferien einen eigenen Zombiefilm. Nach einer umfangreichen theoretischen Einführung in die Geschichte des Zombiefilms, die unterschiedlichen Zombiearten und ihre ästhetische Inszenierung entwickelten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Handlung für ihren Kurzfilm.

In kleineren Gruppen wurden anschließend einzelne Szenen und Tanzchoreografien für den Abspann erarbeitet. Nachdem Marie am zweiten Tag eine weitere theoretische Einführung in filmische Stilmittel gab, konnten die Dreharbeiten beginnen. Hierbei wurde für alle erlebbar, wie Film eigentlich funktioniert und wie viele Köpfe und Hände am Filmset gebraucht werden. Ein weiterer Höhepunkt war die Einführung ins Zombieschminken, mit dem der dritte Projekttag begann. Von nun an erschufen die Schülerinnen und Schüler die spektakulärsten Kreaturen, die am Mittwoch und an den letzten beiden Drehtagen in verschiedenen Szenen zum Einsatz kamen. Eine sensationelle Kulisse bildeten dabei die unheimlichen Räume eines Schutzbunkers im Keller der Schule, zu denen uns unsere hilfsbereiten Schulwarte Wolfgang Thaler und Christian Maier Zugang verschafften.

Die größte Herausforderung war der Dreh der Kampfszene, die am letzten Tag gefilmt werden sollte. Wie zertrümmere ich im Kampf den Schädel eines Zombies, ohne den Schauspieler dabei zu verletzen? Welche Lebensmittel können wie Fleisch und Blut inszeniert und von den Zombies glaubhaft verspeist werden? Hier war nicht nur Kreativität, sondern auch außerordentlicher Körpereinsatz gefragt!

Neben der intensiven Auseinandersetzung mit dem faszinierenden Genre des Zombiefilms war es vor allem die filmische Arbeit, die die Schülerinnen und Schüler ausgesprochen spannend fanden. Obwohl wir das Thema Film im BE-Unterricht bereits sieben Doppelstunden erarbeitet und dabei selbst kleine Übungen (Entwurf eines Storyboards, Dreh, Schnitt) durchgeführt hatten, hatten die meisten Schülerinnen und Schüler keine Vorstellung davon, wie aufwendig eine Filmproduktion ist. Wie viele Takes tatsächlich benötigt werden, um eine dramatische Szene später dynamisch wirken zu lassen und wie viele Personen am Gelingen jeder einzelnen Szene beteiligt sind, wurde erst durch diese Projektwoche wirklich begreifbar.

Ermöglicht wurde das Projekt mit der finanziellen Unterstützung des Schulkulturbudgets für Bundesschulen "KulturKontakt". Außerdem danken wir dem Verein KUBuS, der die Kosten für das aufwendige Make-up übernommen hat. Ein besonderes Dankeschön aber gilt unserer ehemaligen Schülerin Marie Marinelli, die die Idee für das Projekt hatte und mit deren Knowhow wir diese "wirklich coole" Erfahrung machen durften!

Mag. Sandra Gebhard

Zernattostraße 10, 9800 Spittal/Drau, T: 04762/5509, F: 04762/5509-22, Email: borg-spittal@bildung-ktn.gv.at