Unterricht mit Kelly Kainz - 11.05.2009

Das projektXchange 

ist Teil des großen zeitgeschichtlichen Projektzyklus "A Letter To The Stars", an dem das BORG Spittal schon zum dritten Mal teilnimmt.

ProjektXchange soll durch die Kontaktaufnahme mit Immigranten Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile abbauen.

Dies kann geschehen, indem man mit "Fremden ums Eck" Kontakt aufnimmt, sie in die Schule einlädt und von ihren täglichen Problemen und Sorgen mehr erfährt. So können auch Vorurteile über das Leben von Ausländern aus fremden Kulturen, über deren Alltagsleben es oft die wildesten Gerüchte gibt, abgebaut werden.

Die Klasse 6S wählte den anderen Weg, bei dem ein(e) prominente(r) Sportler/in, in diesem Fall Frau Kelly Kainz, an unsere Schule eingeladen wurde.

Besonders interessant war, wenn auch wenig erstaunlich, dass der prominente "Dancing Star" über keine Probleme bei der Integration berichten konnte.

So konnte den Schülerinnen und Schülern die Vielschichtigkeit der Problematik verdeutlicht werden; denn obwohl Kelly persönlich nicht klagen konnte, lernte sie doch "Engstirnigkeit" (Zitat Kelly Kainz) und Vorurteile gegen "nichtblonde Ausländer" im schönen Kärnten kennen.

Dr. Wolfgang Graf

Der Besuch von Kelly Kainz - Die Schüler/innen berichten

» Als Kelly in die Klasse kam, war ich vorerst sehr aufgeregt und wusste nicht, was ich anfänglich sagen soll. Doch die gespannte Atmosphäre lockerte sich schnell und wir kamen ins Gespräch. Zuerst wurde über ihr Leben in Österreich gesprochen. Sie fühlt sich hier sehr wohl und findet die Lebensqualität ausgezeichnet. Da sie schon als Prominente ins Land kam, mochten alle Einheimischen sie von Anfang an und von Ausländerfeindlichkeit verspürt sie nichts. Oft vermisst Kelly ihre alten Freunde in Liverpool.

Sie hält nichts von Vorurteilen gegenüber Ausländern. Sie sagte, man müsse immer auf die Leute eingehen und sie verstehen. Es ist nicht immer leicht in ein neues Land zu kommen, wenn man früher in einem Staat, in dem es sehr viel Kriminalität oder einen Bürgerkrieg gibt, gelebt hat.

Ich selbst habe meine Bedenken gegenüber Ausländern, aber Kelly brachte mich ein bisschen ins Grübeln und ich sehe die Menschen jetzt zum Teil anders als vorher. Mir hat der Besuch von Frau Kainz sehr gut gefallen.

Zu Kellys Person:
Sie ist trotz ihrer Berühmtheit nicht eingebildet. Ihre blonden Haare und ihr freundliches und selbstbewusstes Auftreten machen sie zu einer sehr sympathischen Frau.

Max Widnig, 6S

 

» Am Montag, den 11.05.2009, um 9.45 Uhr besuchte uns Kelly Kainz.

Wir wurden auf sie durch das Projekt "Xchange" aufmerksam, denn bei diesem Projekt geht es um die "Integration von Ausländern" in Österreich.

Kelly ist eine sehr hübsche, liebe Person, die uns alle Fragen beantwortete, egal, ob es um ihr Leben in England oder das Projekt "Dancing Stars" ging.

Sie erzählte uns, dass es in England ganz anders ist als bei uns und wir nicht wissen, was für ein schönes Land wir haben, denn in England gibt es auch sehr viele Armut, besonders in Liverpool, ihrer Heimatstadt.

Großteils berichtete sie aber über ihre "Integration" hier in Österreich.

Sie sagte, dass sie keine Probleme hatte und sie hier sehr freundlich aufgenommen wurde, es aber sehr lange dauerte, bis Andy glaubte, sie wären soweit, hier in Österreich Karriere zu machen.

Sie lernte Andy mit 18 Jahren kennen und wollte sofort nach Österreich, aber Andy sagte, dass es viel leichter sei, wenn sie sich in England einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeiten würden; und er hatte recht.

Aber die große Frage, die sich jetzt stellt, ist, wäre sie auch so freundlich aufgenommen worden, wenn sie nicht bekannt gewesen wäre?

Die Zeit verging sehr schnell und leider musste uns die sympathische "Kärntnerin" um 11.00 Uhr wieder verlassen.

Sandra Holzfeind, 6S

 

» Am 11.05.2009 besuchte Kelly Kainz unsere Klasse, die 6S des BORG Spittal. Ihr Aufenthalt dauerte zwar nur eine Stunde, aber wir konnten uns trotzdem ausführlich mit ihr über Integration unterhalten.

Kelly kommt aus England und ist vor einigen Jahren nach Kärnten gezogen, da sie ihren Mann Andy Kainz kennen gelernt hat, der auch Tänzer ist.

Sie konnte uns viel über ihre persönlichen Eindrücke von Kärnten und den Einheimischen erzählen, da sie selbst hier eingewandert ist.

Die Kärntner, sagt sie, findet sie sympathisch, obwohl hier auch ein gewisser Hang zur Fremdenfeindlichkeit herrscht. Sie selbst hatte keine Probleme, da sie als Prominente nach Kärnten gekommen ist. Auch findet sie, dass manche Menschen ziemlich engstirnig sind.

Es gefällt ihr bei uns sehr gut, weil es sauber und schön ist. In Liverpool, wo sie einst lebte, seien die sozialen Umstände nicht besonders gut. Deshalb konnte sie sich bei uns schnell eingewöhnen. Mit der Sprache hat sie bis heute noch Probleme.

Ich fand jedoch, dass man sich sehr gut mit ihr unterhalten konnte.
Als Tanzlehrerin und mit Volksschülern zu arbeiten macht ihr großen Spaß. Die Kinder lernen nicht nur Tanzen, sondern auch Disziplin.

Thomas Schaunig, 6S

Zernattostraße 10, 9800 Spittal/Drau, T: 04762/5509, F: 04762/5509-22, Email: borg-spittal@lsr-ktn.gv.at