Weltuntergang getaktet nach Jura Soyfer - 23. und 25.05.2018

Ein wunderbarer Text eines besonderen Autors, 20 theaterbegeisterte Menschen und viele kreative Ideen - das sind die Zutaten für einen intensiven Arbeitsprozess, an dessen Ende unser Stück steht, das wir am 23. und 25.05.2018 aufgeführt haben.

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Theatergruppe BORG präsentiert in der Messehalle 11 in Klagenfurt "INGEBORG bricht's"

"INGEBORG bricht's_part3" ist wie der Titel verrät der dritte Teil der Serie "INGEBORG bricht's" und hat die Erarbeitung und mehrmalige Aufführung eines Bühnenstücks in einem Theaterhaus zum Schwerpunkt. (Teil 1 und 2 waren Workshops mit abschließenden Präsentationen im kleinen Rahmen.)

Inhaltlich geht es um die Beschreibung und Hinterfragung der eigenen Heimat, der Träume und Hoffnungen jeder/s Einzelnen. Die Individualität jeder/s Einzelnen wird dabei großgeschrieben.

Die Arbeit mit Textfragmenten von Ingeborg Bachmann und eigenen, individuellen Gedanken zum Grenzbegriff der Jugendlichen, stellt sich in der künstlerischen Umsetzung einerseits in Hinblick auf einen geografischen und einem physischen Kontext dar. Andererseits findet die Auseinandersetzung mit der "beschädigten" Heimat, der Gegenwart und Vergangenheit, der Verdrängung und der Nichtverarbeitung auf künstlerischer Ebene statt und es wird nach dem ersehnten Ort gesucht, zu dem man bloß dadurch gelangt, indem man die Grenzen überschreitet.

"INGEBORG bricht's_part 3" wird kein tanztheatraler Versuch über Ingeborg Bachmann, auch keine biographisch angehauchte Performance. "INGEBORG bricht's_part3" ist eine Annäherung an etwas Verbindendes, das im Inneren des Menschen zu suchen ist. Ein Brückenschlag von Bachmanns Gedichten in deren Ringen um Erfassung der Welt, die der Jugend nah und in dieser feurigen Existenzialität wohl auch vorbehalten ist.

Leonie Humitsch und Stefanie Sternig
Eva & Eva / Kunststoff

Space Art lädt Theatergruppe BORG als Probepublikum ein

Die Arbeit mit den Tänzerinnen Leonie Humitsch und Stefanie Sternig hat uns auch neuen Einblick in ein künstlerisches Umfeld in Millstatt gewährt. Einige Proben für "Ingeborg bricht's" haben im Space Art, dem Zentrum für zeitgenössischen Tanz und bildende Kunst im Stift Millstatt stattgefunden.

Die beiden Künstlerinnen Andrea Schlehwein und Eleonore Schäfer haben die jungen Theaterbegeisterten des BORG mit offenen Armen aufgenommen, die Proben aktiv begleitet und uns Raum für Diskussion, Auseinandersetzung mit Tanz und Text geboten. Nebenbei konnten wir in den Pausen gemütlich miteinander essen und uns kennenlernen.

Einige der Gruppe haben schon bei anderen Performances im Foyer geholfen und sind seitdem immer wieder Gast bei neuen Produktionen, so auch im April 2018.

Eine Choreographin von den Philippinen hat mit zwei Tänzerinnen gearbeitet und uns als Probepublikum ins Space Art gebeten, um zu sehen, wie die Wanderung des Publikums von Raum zu Raum gelingt und wie das Stück verstanden wird.

Nach der Performance gab es ein ausführliches Gespräch mit den Künstlerinnen. Die Interpretationen und die Beobachtungen des jungen Publikums wurden zum Anlass für ein anregendes Gespräch über künstlerisches Konzept, Ausführung und das Metier Zeitgenössischer Tanz. Die Rückmeldung der Tänzerinnen waren sehr positiv, da sie von der Fähigkeit der "Theatermenschen" des BORG über künstlerische Prozesse zu reflektieren, begeistert waren.

Mag. Ulrike Heller-Kotric

"INGEBORG BRICHT'S" - ein WORKSHOP mit abschließender PERFORMANCE

Genre: ZEITGENÖSSISCHER TANZ

"INGEBORG BRICHT'S" beschäftigt sich mit dem Thema Grenzen, Schweigen und Ausbrechen im Kontext Ingeborg Bachmanns Persönlichkeit und ihren Texten. Grenzen, ein Thema aktueller kann es gar nicht liegen. Wir möchten uns im I. Bachmann Gedenkjahr mit den SchülerInnen auf eine Expedition begeben, um Grenzbereiche im Sinne der Bachmann zu verstehen. Die Grenze umgibt den Handlungsspielraum - den Spielraum der eigenen Identität.

Das Projekt soll an drei Kärntner Oberstufen-Schulen stattfinden.

In Hermagor (1. Teil), welches ebenfalls durch eine DVA-Einreichung teilfinanziert werden konnte, fand die Kooperation mit dem BORG Hermagor statt. Nun geht es um die Umsetzung des 2. Teils mit dem BORG Spittal/Drau. Die Workshops starten schon mit Mitte April und enden in der gemeinsam erarbeiteten Performance am 12. Mai 2017 im Stift Millstatt. Wir möchten auch hierbei den SchülerInnen der Oberstufe ermöglichen, sich in den Schwerpunkten zeitgenössischer Tanz, Sprache/künstlerischer Umgang mit literarischem Text oder aber auch im Bereich Vorbereitung/Organisation der Veranstaltung/Präsentation zu üben, zu vertiefen und letztendlich auch in der abschließenden Performance mitzuwirken. Es soll eine gemeinsame Geschichte - gefüllt durch die bereichernden und impulsgebenden Ideen der SchülerInnen und dem Austausch mit den KünstlerInnen - entstehen und umgesetzt werden. In den Workshops wird neben den Tanz- und Körperarbeitserfahrungen der Sprechchor/Beschwerdechor in die Performance von Leonie Humitsch und Stefanie Sternig eingearbeitet. Ein im Vorfeld ausgewählter Text (Gedicht) von Ingeborg Bachmann wird den SchülerInnen dabei angeboten.

TEXT "LANDNAHME" (1956) Der Text dient als Ausgangspunkt, Material und Ideenbaustein für Bewegung, Sprache und Aussage, mit welchen sich die SchülerInnen intensiv auseinandersetzen werden.

Leonie Humitsch

Montag, 01.06.2015, 19:30 Uhr und Mittwoch, 03.06.2015, 10:00 Uhr

Opens internal link in current window"Ein Sommernachtstraum" 

Theateraufführung der Theatergruppe des BORG Spittal

Ort: Schloss Porcia
Eintritt: Freiwillige Spende

Theatergruppe des BORG Spittal

So ein Theater am BORG Spittal!

Eine Theatergruppe mit wechselnder Besetzung stellt sich vor.

Gehen wir von der Wahrheit aus!
Warum ich schauspiele?
Warum wir?
Wir machen es nicht nur als Hobby. Wir machen es auch nicht nur zum Spaß. -
Wir machen es einfach, weil ... es ein Teil unseres Lebens ist.
Schnulzig aber wahr!
Weil es irgendwie zu uns dazugehört.
Klar, nicht jeder macht es, weil sein Leben davon abhängt, sondern weil NICHTS vorgegeben ist. Es ist Kunst.
Es gibt kein Richtig oder Falsch, es gibt keine kleinen Rollen, keine schlechten, unwichtigen - jeder einzelne Schauspieler zählt. Wenn nur einer fehlte, wäre das Stück nicht mehr dasselbe. Es fehlt etwas, ein Loch, ein herausgerissener Teil.
Jede Rolle ist ein Leben, sie darf nicht bröckeln - nicht auf der Bühne!
Man muss sie perfekt verinnerlichen. So fest, bis jeder denkt, man sei so.

"Can I ask you a question? Your true face ... What kind of face is it?
I wonder ... the face under the mask ...
Is it your true face?"

Aber um der Wahrheit ins Gesicht zu schauen -  Schauspiel ist einfach geil!
Es schafft in dir Selbstbewusstsein, Präsenz, Gefühl für Sprache, den Blick fürs Andere ...
Beim Schauspielen kann man so viel lernen. Lernen fürs Leben.
Für Auftritte - nicht nur auf der Bühne, sondern im ganzen Leben. Egal ob in der Schultheatergruppe oder am Burgtheater ... es bringt dich weiter!

(Verfasst von den Theaterbegeisterten Katharina Brugger und Yasin Torky)

 

Die Theatergruppe BORG Spittal wird seit 2009 von Frau Mag. Ulrike Heller-Kotric geleitet und blickt auf eine Reihe von Premieren und Experimenten zurück. 

Zernattostraße 10, 9800 Spittal/Drau, T: 04762/5509, F: 04762/5509-22, Email: borg-spittal@bildung-ktn.gv.at