Sportwoche in Umag - 15. bis 19. Mai 2017

Episode 1

Die Vorbereitungen für die Sportwoche liegen seit drei Jahren in den bewährten Händen von Herrn Prof. Kruse. Sein jugendlicher Elan und die Begeisterung für die Sache selbst sind die besten Ingredienzen für die wunderbare Suppe, die "Sportwoche" heißt. Beim Kochen dieser Köstlichkeit bedarf es einiges an Einfühlungsvermögen. Wenn Sportarten empfohlen werden, würzt er diese, um sie schmackhaft zu machen: "Mocht?s wos, dos ihr nit kennts!". Er berät, was mitzunehmen ist und was zu Hause bleiben soll (Zigaretten und beschwipste Flaschen), und so köchelt sie auf leiser Flamme dahin bis zum Endspurt - der Abreise.

 

Episode 2

Die Busfahrt mit Chauffeur Günther gestaltete sich gemütlich, beim ersten Blick auf das Meer entfuhr so manchem ein frohes "Ach!" und nach vier Stunden bogen wir in unsere Sport- und Ferienanlage ein. Schnell waren die Zimmer bezogen, denn um 14.00 Uhr sollten alle in sportlichem Gewande vor dem Pool Aufstellung nehmen, um dann sogleich mit den jeweiligen Sportarten Bekanntschaft zu machen. Es lief wie am Schnürchen. Schüler/innen wie Lehrer/innen waren allesamt froh. Die Dinge nahmen ihren Lauf.

 

Episode 3

Morgensport wird bei der BORG-Sportwoche zelebriert. Um 7.00 Uhr trafen sich alle, um dann zu walken, zu laufen oder schwimmen zu gehen! (Das Meer hatte kolportierte 15 Grad!) Aus der 7S versuchte ein begnadeter Tennisspieler sich verschlafen nach den Walkingstöcken zu bücken, als ein rauer Schrei die morgendliche Luft zerschnitt: "Nix do, Simon, die Sportler werden wohl laafn!!" Gesagt getan! Den Schüler/innen sei hier ein Lob gesagt: Sie waren immer pünktlich und versalzten so die Stimmungssuppe kein einziges Mal!

 

Episode 4 - "Judas"

Eines schönen Morgens, als Herr Prof. Glantschnig mit einigen Unerschrockenen zum Schwimmen ging, passierte das Unerwünschte! Ein Schüler renkte sich beim Sprung ins Nass seine Schulter aus! Gleich waren alle zur Stelle, um den Verletzten zu versorgen, die Rettung wurde gerufen und der Bruder schnell ins Restaurant geschickt, denn der Verletzte hatte noch nicht gefrühstückt und der Magen forderte auch sein Recht - ihm ist wurscht, wie es der Schulter geht! Die Minuten vergingen, alle warteten, weitere Minuten vergingen ... der Bruder wollte nicht auftauchen und die Sorge wurde groß, dass der Schmerzerfüllte in die Rettung steigen musste, ohne Nahrung!!! Ein weiterer Schüler wurde losgeschickt, um Essen zu holen ...

Nach langem Warten tauchte der Bruder endlich auf - satt lächelnd. Hatte er doch die Gelegenheit genutzt und fein gefrühstückt. Dies brachte Herrn Prof. Glantschnig zur Aussage, dass er ein Judas sei!  Vom Bruder wurde die Feststellung mit einem Lächeln quittiert. Alles ging gut, nach einigen Stunden war er mit eingerenkter Schulter glücklich wieder unter uns!

Episode 5 - Sport!

Die Tennisspieler/innen wurden von Trainer Daniel über den roten Sand geschickt. Sie schlugen die gelben Bälle mit Begeisterung über das Netz, Koordinations- und Techniktraining standen am Programm bis beim Kleinfeldspiel Vor- und Rückhand tatsächlich gelangen.

Die Surfer hingegen rangen mit Wind und Wellen, sie küssten den kroatischen Boden, wenn eine Halse gelang und kühlten ihre Sonnenbrände mit diversen eleganten Fallübungen vom Brett ins Meer und Herr Prof. Kruse, selbst am Brett stehend, richtete seine, mit Erfahrung gewürzten Tipps an die Fallenden. Besonders Acht mussten sie auf einen gewissen Herrn Prof. G. geben, der, wenn ihn der Übermut packte, durchs Wasser pflügte, um diverse Surfbretter zu entern.

Die Paddler/innen hatten mit ihrer Instruktorin Pocca - einer Ungarin - einen Goldgriff getan. Mit den Schülern der HTL Innsbruck unternahmen sie schöne Touren und wurden von ihr auf die Besonderheiten des Meeres hingewiesen: "Wir paddeln heute zu großer Qualle. Qualle ist Lebewesen, also nix werfen, nix mit Paddel schlagen, nix umarmen, nix küssen! Nur beobachten!" Eine weitere lebenswichtige Information von Pocca war: "Wenn du bekommst Paddel auf Kopf, du bist sinnlos! Also Vorsicht!" Die beiden Professorinnen, Frau Muralt und Frau Heller-Kotric, begleiteten Pocca und ihre Truppe mit Begeisterung.

Die Beachvolleyballer/innen hatten intensiven Unterricht und obendrein kümmerten sich die Professoren Glantschnig und Kruse um die Übungsphase - was bekanntlich heißt: zwölf Stunden "Beachen" ist selbstverständlich!

 

Die Mountainbiker durften mit dem Osttiroler Jonathan durch die herrliche kroatische Landschaft treten, zwischen 30 und 40 km täglich, über Stock und Stein, mit Unterricht im "Patsch-Flicken", schwitzen und schnaufen, herrliche Ausblicke genießen, durch Wald und Dornen, Mohnfeldern und Buchten, wo zig Jakobsmuschelschalen zu finden waren. Auch hier waren die Professoren Muralt und Heller-Kotric immer mit von der Partie.

 

Episode 6

Die Sportklasse ist eine Kategorie für sich! Überall reckten sich die Hälse, wenn die Tennisspieler auf den Platz gingen, um zu trainieren. Es war ein Vergnügen, dem Match zwischen dem Sportkoordinator von Bacher-Reisen Hans-Jörg Zeiner (ehemaliger BORG-Schüler) seinem Tennistrainer und zwei unserer BORG-Tennisprofis zuzusehen! Alte Klasse gegen jugendliche Enorm-Power!

Auch die Fußballer waren nicht faul und spielten mit den Professoren zwei Matches - es ging in die Knochen ...

 

Episode 7

Die Heimfahrt war seelenruhig. Alle huldigten Morpheus und schliefen.

Die Woche verging schnell. Die Professoren Kruse, Glantschnig, Muralt und Heller-Kotric und ihre 54 Sportler/innen hatten die ganze Woche besondere Zutaten in die Suppe geworfen: Begeisterung, Genießen-Können, Respekt, Aufmerksamkeit, Spaß, Engagement, ...

Der Geschmack dieses Sportwochengerichts wird uns in bester Erinnerung bleiben.

Mag. Ulrike Heller-Kotric

Zernattostraße 10, 9800 Spittal/Drau, T: 04762/5509, F: 04762/5509-22, Email: borg-spittal@bildung-ktn.gv.at