Praktischer Geschichteunterricht der Klasse 7C
Am Sonntag, dem 01.02.2009, trafen wir uns um 23.30 Uhr gut gelaunt und voller Vorfreude am Villacher Hauptbahnhof, um nach Rom aufzubrechen. Nach einer mehr oder weniger bequemen Nacht im Liegewagen erreichten wir um 9.00 Uhr unser Ziel und machten uns auf den Weg ins Hotel.
Unsere Hoffnungen auf eine entspannende Dusche und eine kurze Zeit der Ruhe wurden enttäuscht, als wir erfuhren, dass unsere Zimmer noch nicht bezugsbereit waren und so begaben wir uns auf den Weg zum Forum Romanum und dem Kolosseum.
Nach einem kurzen Mittagessen an einem der Straßenstände und einer flüchtigen Bekanntschaft mit den Straßenverkäufern, die ihre Regenschirme und Mundharmonikas los werden wollten, erhielten wir eine sehr interessante Führung durch das Kolosseum und das Forum Romanum. Anschließend spazierten wir zum Pantheon und bekamen dort "Freigang", um unser Abendessen zu organisieren.
Mit der Hoffnung auf ein gutes Essen, verschleppte Ines, Tamara und mich in eines dieser überteuerten Touristenlokale. Dort gerieten Ines' Englischkenntnisse völlig durcheinander. Nachdem eine Plastikplane das Colaglas umgeworfen hatte und sich das Cola über die Pizza ergoss, versuchte sie den Kellner mit dem Satz: "The plastic plane is killing the pizza.", über das Missgeschick zu informieren.
So waren wir alle froh, als wir danach ins Hotel zurückkehren und endlich unsere Zimmer beziehen durften.
Nach einer erholsamen Nacht machten wir uns am Dienstag um 9.30 Uhr als Erstes auf den Weg zur Kapuzinergruft, dann besuchten wir den Trevi-Brunnen und nachdem wir einige Zeit dort verbracht und unsere Münzen im Wasser versenkt hatten, wanderten wir weiter zur Spanischen Treppe, jedoch nicht ohne die Schaufenster der verschiedenen, teilweise sehr teuren Geschäfte zu betrachten. Die meisten von uns besuchten dort das, durch ein großes Schild gekennzeichnete, McDonald's Restaurant. Wir brachen aber rechtzeitig auf, um pünktlich zu unserer Führung durch die Vatikanischen Museen, die Sixtinische Kapelle und den Petersdom zu gelangen.
Der Mittwoch wurde dem christlichen Rom gewidmet. So besuchten wir unter anderem San Giovanni in Laterano und Santa Croce in Gerusalemme. Auch die Caracalla Thermen durften nicht fehlen und im Eintritt war sogar ein Ständchen von Herrn Prof. Elwitschger enthalten (obwohl sich dieser nicht so recht für ein Lied entscheiden konnte).
Danach machten wir uns auf den Weg zum Petersdom, um die 500 Stufen bis zur Kuppel emporzusteigen. Doch ich denke, wir waren uns alle einig, dass uns der Ausblick für die Anstrengung entschädigte. Den Rest des Nachmittags bekamen wir frei, mit der Bitte, um 22.00 Uhr möglichst vollzählig in der Hotelhalle zu erscheinen.
Am Donnerstag standen die Katakomben auf dem Programm und unser Führer schaffte es, uns mit Witzen über die Originaldunkelheit des 4. Jhs. und die Verrücktheit der Amerikaner zu unterhalten. Die letzte Sehenswürdigkeit dieser Woche war der Mund der Wahrheit (Bocca della Verità), der Gott sei Dank niemandem von uns die Hand abbiss. Allerdings wagte nicht jeder, seine Hand in den Mund dieser steinernen Maske zu stecken. Auch diesmal hatten wir den Nachmittag frei und wir genossen unseren letzten Tag in Rom.
Nach der letzten Nacht in unseren Zimmern begaben wir uns zum Bahnhof und als wir gegen 19.13 Uhr in Villach ankamen, erwartet uns dort Sarah, die uns aus Krankheitsgründen nicht begleiten konnte und es geschafft hatte, für eine Stunde dem Hospital zu entfliehen und uns zu besuchen. Ein Teil von uns fuhr mit dem nächsten Zug nach Spittal, während der Rest in Villach abgeholt wurde.
Am Ende dieser schönen Reise hofften wir nun alle, dass die im Trevi-Brunnen versenkten Münzen uns wieder einmal in die ewige Stadt Rom führen werden.
Victoria Bart, 7C
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