Projekt "Letter to the Stars" - Dezember 2009

Im Projekt "Letter to the Stars" haben wir uns sehr intensiv mit der Lebensgeschichte unseres Freundes Alfredo Bauer beschäftigt.

Bevor wir uns das erste Mal trafen, stellten wir uns jeder persönlich in einem E-Mail bei Herrn Alfredo Bauer vor. Dann war es endlich so weit. Am Wiener Heldenplatz 2008 machten wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit ihm. Der Eindruck, den er bei uns hinterlassen hat, ist jener, dass er ein sehr gebildeter, liebenswerter und sehr nachdenklicher Mensch ist. Er erzählte uns von seinen schwierigen Zeiten seit 1938, wie er nach Argentinien floh und was er bis heute so alles erlebt hat.

Als wir von unserem Deutschprofessor erfuhren, dass Herr Alfredo Bauer ein renommierter  Schriftsteller sei, stand es für uns außer Frage, ein Werk von ihm zu lesen. "Mythen-Szenen" beschäftigt sich mit Mythen aus aller Welt, niedergeschrieben in nicht allzu ernster Art und Weise, wie uns Herr Bauer später verriet.

Dennoch wurde uns allen sofort klar, dass Herr Bauer sich sehr gut in Mythologien vieler Kulturen auskennt. Wir standen während des Lesens immer wieder per E-Mail mit ihm in Kontakt.

Wir stellten ihm zu den jeweiligen Sachgebieten, die uns nicht so ganz klar waren, Fragen, die er dann detailliert und mit großem Zeitaufwand beantwortete.

Alles in allem war es für uns und besonders für mich eine sehr spannende und aufregende Sache, sich mit einem Zeitzeugen aus der Zeit des 2.Weltkrieges zu unterhalten. Ich hoffe, dass das nicht schon das Ende unseres Projektes ist, sondern wir noch vieles von Herrn Alfredo Bauer erfahren und lernen dürfen.

Sandro Ebner, 9S

Zweiter Brief der 9S-Klasse an Herrn Alfredo Bauer am 10. Dezember 2009

Lieber Herr Alfredo Bauer!

Wir danken Ihnen sehr für Ihre Antwort und haben sie mit Hilfe unseres Lehrers gelesen und interpretiert.

Dann wurde die Lektüre der Nibelungensage - auf die wir später zurückgreifen werden - abgebrochen und wir haben die letzte Mythen-Szene gelesen.

Einiges hat uns unser Lehrer zu erklären versucht. Folgende Fragen haben uns bewegt oder irritiert: Initiates file downloadmehr

Antwortschreiben von Herrn Alfredo Bauer Ende Dezember 2009

Liebe junge Freunde!

Da sind also wieder Fragen bzw. Einwände von Euch, auf die ich gern einzugehen versuche. Zunächst freilich möchte ich (wiederum) darauf hinweisen, dass wir bei der Behandlung von Mythen und deren literarischer Benutzung die Religion ganz auf ein anderes Gebiet verweisen müssen. Religion hat, wenn er gläubig ist, jeder die seine; und die muss von jedem anderen respektiert werden (da dieser Respekt ein Teil des gegenseitigen Respekts zwischen den Menschen ist).

Mythen hingegen gibt es die verschiedensten; sie sind ebenfalls Teile der Kulturen, aber an sie glauben wir nicht, sie sind für uns Studien-Objekte und allenfalls auch Objekte künstlerischen Genusses. Initiates file downloadmehr

Zernattostraße 10, 9800 Spittal/Drau, T: 04762/5509, F: 04762/5509-22, Email: borg-spittal@lsr-ktn.gv.at