Besuch der Landtagssitzung mit den Klassen 8B und 8C - 27.10.2011

Bericht und Eindrücke/Statements:

Am Donnerstag, dem 27. Oktober, besuchten wir, die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8B und 8C, eine Landtagssitzung in Klagenfurt. Begleitet wurden wir von den Professorinnen Obernosterer und Granitzer.

Die Politiker disputierten über verschiedene Themen, wie zum Beispiel das Bildungsvolksbegehren und die Bildung im Allgemeinen. Auch Recycling und das Problem der Atomkraft wurden angesprochen. Jedoch wurden nur Themen dargelegt, aber keine Lösungen gefunden. Das Niveau im Landtag war insgesamt sehr enttäuschend, die Abgeordneten unterbrachen sich gegenseitig, machten die anderen schlecht, lasen Zeitung oder besuchten sogar Internetseiten wie Facebook.

Bei der anschließenden Diskussion standen uns Politiker verschiedener Parteien Rede und Antwort. Jedoch konnten sie auf einige Fragen keine befriedigende Antwort geben. Die Vorteile des Bildungsvolksbegehrens konnten sie uns auch nicht erläutern. Uns wurde nur gesagt, dass es gut sei, und wir es unterschreiben sollten.

Im Grunde war dies eine sehr gelungene Exkursion. Ich fand es sehr aufschlussreich zu erfahren, wie die Landtagssitzungen ablaufen. Auch das Gespräch mit den Politikern war sehr interessant.
Christian Pacher, 8C

 

Als wir am Donnerstag auf dem Weg nach Klagenfurt waren, wusste keiner von uns so ganz genau, was uns denn im Landtag erwarten würde. Auch wenn wir schon einiges von Freunden oder aus den Medien erfahren hatten, war es doch sehr interessant das Ganze mal vor Ort zu erleben und sich so seine eigene Meinung zu bilden. Man hört ja vieles über unsere Politiker und ihre Art Politik zu betreiben, und leider muss ich sagen, dass es mir nach einem Tag im Landtag nicht unbedingt leichter fällt, viele dieser Vorwürfe zu dementieren. Ja, es stimmt, im Landtag geht es nicht immer geordnet zu, teilweise sogar respektlos, die Politiker schenken sich eben nichts, wenn die Öffentlichkeit dabei ist. Aber man muss ihnen wohl auch zugutehalten, dass dies nun mal die Art ist, wie Demokratie gemacht wird. Es gibt eben eine Opposition, mehrere Parteien und viele verschiedene Meinungen, da kommt es eben zu diesen Diskussionen, und das ist auch gut so.

Nachdem wir zuhören durften, wie sich unsere werten Politiker Fragen an den Kopf warfen, bekamen auch wir die Chance, Fragen zu stellen. Auch wenn man sich alle Mühe gab, uns Rede und Antwort zu stehen, merkte man doch deutlich, dass man es eben mit Politikern zu tun hat. Man wird als Politiker wohl anscheinend darauf getrimmt, niemals einfache und direkte Antworten zu geben. Diese und die Tatsache, dass das Niveau im Landtag wohl leider nicht immer das Beste ist, rücken unsere Politiker leider nicht gerade in ein gutes Licht. Ich persönlich finde es schade, wie Politik in unserem Land leider oft betrieben wird, denn das schreckt viele wirklich ab, sich mit so einem "traurigen Lustspiel" überhaupt zu befassen. Aber Demokratie, also eine Volksherrschaft, gelingt nur richtig, wenn sich das Volk auch dafür interessiert und nicht von undurchschaubarer und volksferner Politik abgeschreckt wird.
Anna Burgstaller, 8B

 

Das Verhalten der Teilnehmer im Landtag ließ zu wünschen übrig. Die Aufmerksamkeit war auf diverse Tageszeitungen oder technische Geräten gerichtet.

Die Diskussionsrunde mit vier Abgeordneten der vier Landtagsparteien (Grüne, ÖVP, SPÖ, FPK) war sehr aufregend, jedoch nicht sehr aufschlussreich, da, wie man so schön sagt, Politiker gerne um den heißen Brei herumreden. Es war sehr interessant zu sehen, wer unser Land regiert und vor allem wie es regiert wird. Mir hat es gut gefallen und in ferner Zukunft bin ich gerne wieder dazu bereit, den Landtag von Kärnten zu besuchen. Es ist schließlich wichtig zu wissen, was in der Heimat passiert.
Lilith Klammer, 8B

 

Bei der Landtagssitzung am 27.10. in Klagenfurt waren wir wohl alle ziemlich schockiert über den Umgangston und den fehlenden Respekt, der dort herrscht.

Es scheint normal zu sein, dass die Abgeordneten Zeitung lesen, mit dem Handy spielen, verträumt Löcher in die Luft schauen oder sich mit anderen Abgeordneten unterhalten während ein anderer Politiker spricht. Wenn sich dann aber die Möglichkeit bietet einen bissigen Kommentar abzugeben, sind einige von ihnen wieder ganz schnell bei der Sache.

Bei der anschließenden Diskussion mit vier Abgeordneten aus verschiedenen Parteien war der Umgang untereinander zwar deutlich freundlicher. Auch unsere Fragen wurden zum Großteil höflich beantwortet, aber dadurch konnte das Bild, das ich mir zuvor vom Kärntner Landtag gebildet habe, kaum verbessert werden.

Die Exkursion war sehr interessant und ich würde es jedem Kärntner empfehlen, selbst einmal an einer Landtagssitzung teilzunehmen und sich ein Bild von unseren Politikern zu machen.
Daniela Glabischnig, 8C

 

Es hat mich wirklich schockiert, dass so zivilisierte Menschen nicht dementsprechend miteinander umgehen oder diskutieren können. Bei der anschließenden Diskussion mit den vier Landtagsabgeordneten wurden diese von vielen Schülern auf die Art der Diskussionen im Landtag angesprochen. Sie versuchten, durch irgendwelche weit hergeholten Ausflüchte unseren direkten Fragen auszuweichen. Ich hoffe, dass sich die Situation bezüglich der Diskussionen im Landtag in Zukunft zumindest ein wenig bessert.
Michaela Hofer, 8B

 

Die Diskussion, die wir im Landtag mit anhören konnten, war über die Bildungsreform - für eine Schulklasse optimal. Einer der vielen Streitpunkte war das momentane Volksbegehren, das unter dem Motto "Österreich darf nicht Sitzenbleiben" läuft und eine Schulreform anstrebt.

Wie erwartet verteidigten die einzelnen Parteien heftig ihre Standpunkte und vergaßen aus meiner Sicht das Wichtigste: die Schüler und die Schulen selbst. Ich persönlich hatte bei keiner der Reden das Gefühl, dass meine Interessen als Schülerin erwähnt wurden.
Julia Kaiser, 8B

 

Nach der Landtagssitzung folgte eine Diskussion mit vier Abgeordneten. Endlich hatten wir mal die Chance, Fragen an die Politiker zu stellen. Mehrere Fragen folgten, die das Verhalten der Politiker während der Sitzung betrafen. Alle vier Abgeordneten meinten hierzu nur eines: Wenn Medien, wie der ORF anwesend sind, wird Politschau betrieben! Auch auf die Frage, ob es normal sei, Mobiltelefone während der Sitzung zu benutzen, wichen sie gekonnt aus: Die Telefone seien zur Informationsbeschaffung während der Sitzung notwendig.

Meine persönliche Meinung zu dieser Landtagssitzung ist eher negativ. Ich bin enttäuscht. Gefallen hat mir aber, die Politiker einmal zu sehen und live zu erleben und das Gebäude auch einmal von innen betrachten zu können.
Josefine Kogler, 8C

 

Ich habe es gut gefunden, dass wir nach der Sitzung mit einigen Politikern über unsere Eindrücke sprechen konnten. Mein Respekt gegenüber den Politikern ist jedenfalls nicht mehr so groß, wie er vor der Landtagssitzung war.
Anna Koller, 8B

 

Ich dachte immer, dass sich Politiker niveauvolle Diskussionen bieten - doch leider wurde ich enttäuscht. Anfangs waren die Debatten noch normal, aber nach kurzer Zeit wurde es ziemlich laut. Ich hatte den Eindruck, dass sich die meisten Politiker, untereinander nicht ausstehen können. Handys, Laptops, Zeitungen und sogar Facebook wurden während der Sitzung ständig verwendet! Nach der reifen Diskussion hatten wir ein Gespräch mit Politikern. Wir durften unsere Fragen loswerden, die uns schon sehr lange beschäftigten. Während des Gesprächs konnte man deutlich feststellen, dass Politiker sehr gut um den heißen Brei herumreden können. Kaum eine Frage unsererseits wurde deutlich beantwortet. Stattdessen wurde die Schuld immer nur weitergeschoben. Im Großen und Ganzen fand ich die Exkursion sehr aufschlussreich. Meine Meinung zum Landtag hat sich definitiv geändert.
Uli Lerchner, 8C

 

Wir saßen auf einer Tribüne, von wo aus man die Abgeordneten und die einzelnen Parteiblöcke sehen konnte. In der Verhandlung ging es hauptsächlich um das Thema Bildung, und es wurde auch hitzig unter den einzelnen Politikern diskutiert.

Es kam auch ab und an zu heftigen Wortgefechten. Alle redeten durcheinander, die Vortragenden wurden andauernd unterbrochen. Am interessantesten habe ich die nachfolgende Diskussion mit den einzelnen Politikern gefunden, da wirklich kritische Fragen gestellt wurden. Die Antworten sind eher kurz ausgefallen und es wurde meistens nur "drumherumgeredet". Die Politiker haben es bei den wenigsten Antworten auf den Punkt gebracht. Sie haben immer nur für ihre Partei gesprochen, was mich schon gestört hat.
Katharina Mandl, 8B

 

Die Politiker unterhielten sich permanent in Zimmerlautstärke, surften im Internet und nahmen überhaupt keine Rücksicht auf andere Parteien.

Von 11.00 bis 12.00 Uhr hatten wir eine Diskussionsrunde mit einigen Politikern. Auf die gestellten Fragen sind sie meist nur sehr kurz eingegangen und wechselten auch sofort das Thema. Für die Unaufmerksamkeiten während der Sitzung hatten alle Politiker Ausreden parat. Für mich war es trotzdem sehr interessant bei einer Sitzung zuhören zu können und würde es jedem empfehlen!
Christina Ramsbacher, 8B

 

Die Diskussionsweise und das Verhalten der Politiker war für mich und die meisten meiner Mitschüler eine negative Überraschung. Besonders während der Pressezeit, in der auch der ORF anwesend war, wurde sehr beleidigend und aus meiner Sicht unprofessionell diskutiert. Während der Sitzung konnten wir auch die eine oder andere Facebook-Seite auf den iPads erkennen. Was mich am meisten verärgerte waren die sehr persönlichen Beleidigungen und das dauernde Unterbrechen und Hineinrufen.
David Scherzer, 8C

 

Als wir die Zuschauer-Tribüne betraten wurde uns gleich nach zwei Minuten klar, dass dies keine "gesittete" Landtagssitzung wird. Redner am Rednerpult wurden immer wieder mit lauten Zwischenrufen und Beschimpfungen gestört.

Außerdem beschäftigten sich viele Abgeordnete lieber mit Zeitungen, Facebook oder lustigen Gesprächen mit anderen Parteimitgliedern.

In der nachfolgenden Diskussion wurde uns dieses Verhalten als WERBUNG für die jeweiligen Politiker präsentiert. Doch im Großen und Ganzen muss man sagen, dass es für jeden einzelnen Schüler eine unvergessliche Exkursion war, egal ob im positiven oder im negativen Sinne.
Daniela Triebelnig, 8B

 

Durch den Besuch des Landtags in Klagenfurt gewannen wir einen Einblick in die Politik Kärntens. Bereits am Anfang stellte sich heraus, dass die Abgeordneten nicht gerade respektvoll miteinander umgingen. Ein Streit oder eine Beleidigung hie und da gehören anscheinend zur Tagesordnung. Meine Meinung über die Politiker hat sich mit diesem Tag geändert - und zwar nicht ins Positive. Wir waren entsetzt, wie die Politiker respektlos miteinander umgingen. Die Reden der Landtagsabgeordneten einer anderen Partei interessierten die restlichen Anwesenden des Landtags kaum. Lieber las man Zeitung, war auf Facebook oder amüsierte sich mit seinem iPhone. In der Gesprächsrunde, die wir danach mit einigen Politikern hatten, ging man ebenfalls nicht konkret auf unsere Fragen ein und versuchte zunächst manche Fragen zu umgehen. Im Großen und Ganzen war es eine gute Erfahrung, um in das wirkliche Geschehen unserer Politik Einblick zu gewinnen.
Carina Zangerle, 8B

 

Während der Sitzung war das Benehmen der Politiker sehr kindhaft. Das Wichtigste für sie war, bei Facebook online zu sein oder ein Papierknöllchen in den Papierkorb zu werfen und zu treffen. Das Sprachniveau unter den Politikern war sehr unhöflich, sie hörten einander nicht zu und ein Politiker übertraf alles, als er, obwohl er Zeitung gelesen und nicht zugehört hatte, den Redner beleidigte.

Nach der Sitzung hatten wir ein Gespräch mit einigen Politikern, die sich extra für uns Zeit genommen hatten. Wir stellten ihnen einige Fragen, die ihnen nicht gefielen. Wir erhielten ausweichende Antworten. Was mich und die anderen am meisten störte, war das Niveau der Sitzung. Es ist einfach unverständlich, wie man auf diesem Niveau miteinander sprechen kann. Ich persönlich bin von den Politikern enttäuscht.
Magdalena Wallner, 8C

 

Diese Exkursion war mehr als interessant. Meiner Meinung nach sollte jeder/jede wahlberechtigte Bürger/in einmal bei einer Sitzung des Landtags dabei gewesen sein, um sich persönlich ein Bild von unseren politischen Vertretern machen zu können!
Sebastian Rassi, 8C

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