Landtagssitzung in Klagenfurt - 18.12.2008

Wir, die 8B-Klasse des BORG Spittal, besuchten am 18. Dezember 2008 die Landtagssitzung im Landhaus in Klagenfurt. Dabei wurden wir von Frau Professor Obernosterer begleitet.

Bei dieser Landtagssitzung wurde darüber diskutiert, wie man freiwillige Helfer besser unterstützen könne.

Anlass für dieses Thema waren die heftigen Schneefälle in Oberkärnten. Ohne die Hilfsbereitschaft zahlreicher Freiwilliger, wäre die Notsituation nicht zu bewältigen gewesen. Im Jahr 2008 hat es einige Naturkatastrophen gegeben und immer waren sie zur Stelle: die freiwilligen Helfer.

Der Kärntner Landtag hat sich dafür ausgesprochen, dass freiwillige Helfer keinen Nachteil und künftig auch bessere arbeitsrechtliche Bedingungen haben sollten. Es wurden zahlreiche gute Lösungsvorschläge eingebracht. Das Problem ist jedoch, dass der Landtag für den Status der freiwilligen Helfer nicht zuständig ist, sondern dieser in den Bereich des Bundes fällt.

Die einzelnen Parteien waren sich einigermaßen einig und es gab zahlreiche Dankesreden der Politiker. Der Dank galt all jenen, die z. B. bei den Aufräumarbeiten nach dem Sturmtief ?Paula? ihr Leben riskiert und auch nach den massiven Schneefällen in Oberkärnten geholfen haben. Leider kam es dabei immer wieder zu Zwischenrufen von anderen Mandataren, die ihre Meinung schnell einmal loswerden wollten.

Da ich noch nie zuvor einer Landtagssitzung beigewohnt habe, fehlt mir der Vergleich, aber mein persönlicher Eindruck vom Geschehen war nicht sehr positiv. Die Politiker/innen, die unsere Anliegen und unsere Bedürfnisse bestmöglich vertreten sollen, erweckten den Anschein, dass sie sich kaum für die Ereignisse im Saal interessierten. Ihr Benehmen war um einiges schlechter, als jenes von Schülerinnen und Schülern (an einem unguten Tag). Der Verlauf der Landtagssitzung erinnerte eher an einen Pausengang in der Schule.

Sicher sollte man immer aktuell informiert sein, aber hat man erst während der Sitzung Zeit die Zeitung zu lesen? Ein Handyverbot wäre in diesem Saal auch angebracht. So mancher Abgeordnete stand während einer Rede auf und verließ telefonierend den Saal. Ein solches Verhalten kann man sich wohl nur in der Politik leisten.

Ich will nur hoffen, dass die vielen Forderungen zu Gunsten der freiwilligen Helfer auch in die Tat umgesetzt werden und dass es in der Bundespolitik gewissenhafter zugeht als bei dieser Sitzung.

Daniela Brunner, 8B

 

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