Exkursion zur Biennale nach Venedig - 04. und 05. Oktober 2017

Viva Arte Viva - Es lebe die Kunst, sie lebe

Die Klassen 7A und 8B besuchten gemeinsam mit Frau Prof. Gebhard und Frau Prof. Rohrer die 57. Biennale von Venedig, eine der weltweit wichtigsten Kunstausstellungen, die bereits seit 1895 alle zwei Jahre stattfindet.

Schon die Schiffsfahrt von Punta Sabbioni durch die Lagune war ein Erlebnis.

Beim anschließenden Spaziergang zum Markusdom und durch die Gassen zum ersten Ausstellungsgelände bewunderten wir sachkundig die Architektur und genossen die einzigartige Atmosphäre der Stadt, die viele zum ersten Mal erlebten.

Dann blieben uns noch ganze vier Stunden, die Länderpavillons und die Ausstellung im Arsenale, dem historischen Gelände einer ehemaligen Schiffswerft, zu erkunden, das schon aufgrund seiner Hallen aus dem 16. Jahrhundert beeindruckt. In der hier zusammengestellten Themenausstellung mit dem Motto "Viva Arte Viva" stellen Künstlerinnen und Künstler aller Nationen aus. Hier gab es in neun aufeinanderfolgenden Kapiteln eine ungeheure Vielfalt von Werken zu entdecken, die um Themen wie Umwelt, Gesellschaft, Utopien, Traditionen und die Rolle der Kunstschaffenden kreisten.

Ein Laptop wurde zur Klinge einer Axt geschliffen, unzählige Farbpolster füllten einen Raum, ein Mann fegte stündlich zehn Minuten lang ein Staubquadrat in Form, eine Miniaturfigur legte eine ganze kleine Welt in Trümmer und in einem Raum regnete es sogar.

Nach einer Übernachtung in einem Hotel in Jesolo besuchten wir am zweiten Tag die Giardini, ein Gartengelände, auf dem zahlreiche Länderpavillons errichtet wurden, in denen die jeweiligen Länder sich durch ihre Künstlerinnen und Künstler präsentieren. Die Performance "Faust" im deutschen Pavillon, die mit dem Goldenen Löwen für den besten Länderpavillon ausgezeichnet wurde, konnten wir aufgrund der zu langen Wartezeit leider nicht sehen. Dafür begeisterte uns der österreichische Pavillon, in dem heuer, neben einer Lichtarbeit der Wiener Medienkünstlerin Brigitte Kowanz, die humorvollen "One-minute-sculptures" von Erwin Wurm dazu einluden, absurd-lustige Posen einzunehmen und sich selbst als "einminütige Skulptur" zu fotografieren.

Auch der koreanische Pavillon, in dem ein Raum voller Uhren die Lebenszeit thematisierten, begeisterten viele. Obwohl wir auch an diesem Tag fünf Stunden Zeit hatten, das Gelände in eigenem Tempo und nach eigenem Interesse zu erkunden, gab es mehr zu sehen, als man in der Zeit hätte wahrnehmen können. Daher wählte jede/r Schüler/in eine Arbeit aus, die ihn/sie fesselte und dokumentierte und interpretierte diese, um sie später im Unterricht den anderen zu präsentieren.

Mag. Sandra Gebhard

Fotos: Fabian Fürhapter, Anna Brandstätter, Sandra Gebhard

Zernattostraße 10, 9800 Spittal/Drau, T: 04762/5509, F: 04762/5509-22, Email: borg-spittal@bildung-ktn.gv.at